Private Sicherheitsdienste

Private Sicherheitsdienste

6 Oktober 2021
 Kategorien: Sicherheit, Blog


Um eine unmittelbare und schnelle Sicherheit zu ermöglichen, greifen viele Privatpersonen und Institutionen auf private Sicherheitsdienste zurück.
So werden heutzutage Kaufhausdetektive eingesetzt, um Ladendiebe auf frischer Tat zu ertappen und Hausverbote durchzusetzen.
Doormen und Türsteher regeln Zugangsbeschränkungen in Geschäften, Clubs und ähnlichem und die Stadionsecurity kontrolliert bekannte Problemfans und verhindert das Einbringen von gefährlichen Gegenstände in die Stadien.
Und sogar kritische Infrastruktur- und Sicherheitsbereiche wie Kernkraftwerke und Kasernen werden inzwischen von privaten Sicherheitsfirmen bewacht (letzteres ist übrigens laut humanitärem Völkerrecht unbedenklich, da die Firmen hierbei „nur“ Wach- und Begleitaufgaben erledigen).

Woran ist eine gute Wachperson zu erkennen?
Eine gute Wachperson muss in allererster Linie qualifiziert sein.
Zur gewerblichen Bewachung von nicht öffentlichen Bereichen genügt der Wachperson eine Unterrichtung nach dem § 34 GewO. Diese Unterrichtung wird von der IHK angeboten und durchgeführt.
Hier erfahren die Neulinge relevante gesetzliche Bedingungen zu ihrer zukünftigen Arbeit.
Besonderes Augenmerk wird hierbei auf die Punkte Strafrecht (Notwehr, Notwehrexzess, Not- und Selbsthilfe und so weiter) sowie bürgerliches Recht (Besitzdienerschaft, Garantenstellung und Hausrecht) gelegt.
Hiernach kann eine Sachkundeprüfung abgelegt werden, mit dessen erfolgreichem Abschluss die Wachperson in öffentlichen Bereichen tätig sein kann. Wie zum Beispiel Diskotheken, Stadien, Konzerte oder Kaufhäuser. Auch City Streifen können mit der Sachkundeprüfung arbeiten.
Für die administrative Arbeit vor Ort, also dem Einlernen neuer Wachpersonen, dem Schreiben von Dienstplänen und der direkten Kommunikation mit dem Kunden empfiehlt sich der Lehrgang der Geprüften Schutz- und Sicherheitskraft (kurz GSSK).
Diese Positionen werden im Regelfall dann als „Objektleiter“ bezeichnet,
Für eine höhere Ebene, also dem Berechnen der Löhne, dem Erstellen einer Gefahrenanalyse und der allgemeinen Planung mehrerer Objekte empfiehlt sich der Ausbildungsberuf „Fachkraft für Schutz und Sicherheit“. Die Ausbildung dauert drei Jahre und wird im dualen System ausgebildet, wobei hiernach eine umfängliche Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer abgelegt werden muss.
Zusätzlich kann sich die Wachperson weiterbilden, indem sie diverse Lehrgänge besucht.
Der regelmäßige Erste-Hilfe-Lehrgang ist hierbei obligatorisch, aber auch eine Waffensachkunde für Lang- und/oder Kurzwaffen, ein Brandschutzhelferlehrgang oder auch ein Personenschutzschein können ins Portfolio einer guten Sicherheitskraft gehören.
Zusätzlich verfügt eine gute Wachperson über ein geregeltes Leben und einen positiven Leumund.

Woran erkenne ich gute Sicherheitsfirmen?
Gute Sicherheitsfirmen sind meistens Mitglied im Bund deutscher Sicherheitsdienste.
Hier werden Qualitätsstandards bestimmt und durchgesetzt.
Zudem arbeitet ein guter Sicherheitsdienst ausschließlich mit qualifizierten Wachpersonen und analysiert ein neutrales und ehrliches Sicherheitsbedürfnis für den Kunden.
Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen wirken subtil und die Verschwiegenheit ist rechtlich bindend.
Es ist schwer, bei dem großen Angebot an Sicherheitsfirmen nicht den Überblick zu verlieren und daher keine Schande, wenn ein potenzieller Kunde mehrere Angebote einholt.

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Wenn der Job vom Leben anderer abhängt

Security umfasst eine Unmenge verschiedener Aufgaben. Diese können der Kaufhausdetektiv, der Bodyguard, Polizeidienste, Türsteher in der Lieblingsdisco oder auch ein Flughafenkontrolleur sein. Sicherheitsfachkräfte arbeiten prinzipiell mit dem Wissen, dass ihr Dasein vom Leben und Überleben ihrer Kunden oder Gäste abhängt - eine enorme psychische Belastung, da sich die Sicherheitsfachkraft vertraglich verpflichtet, das Leben eines Fremden vor das Eigene zu stellen. Wie gehen diese Menschen damit um? Wie lange ist ein solcher Job tatsächlich machbar, ohne selbst gesundheitliche Folgen daraus zu ziehen? Wie kommt man als Neuling in die Sicherheitsbranche und was ist zu bedenken, wenn man sich beruflich danach orientieren will? Fragen, denen wir in den folgenden Zeilen auf den Grund gehen.

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